Schauen Sie sich die Frauen in Antonioni Filmen mal genauer an. Ja, sie sind theatralisch und schön, aber was sie besonders macht, ist die Wand. Ständig lehnen Sie an kalten Betonwänden, streicheln selbstvergessen einer rohe Wand oder wanken haltsuchend am besten Partner der Antonioni Dame durchs Bild. Das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass die Schönen oft Teil eines “bored couples” sind und einsam in der Stadt herumstrollen. Lektüreanregungen zum Thema urbaner Raum in neo-realistischem Kino Italiens gibt es zum Beispiel hier: http://www.matthewgandy.org/datalive/downloadfiles/Gandy8.pdf
Oder sie versuchen es selbst mal. Machen Sie sich hübsch, gehen Sie raus und suchen sie sich eine Wand.
Im Deutschlandradio Kultur (Neonlicht) würde heute die sozialverträgliche Lösung für emotionale Altlasten vorgestellt: D3
Die drei Damen aus Kalifornien zerbomben alles, was man ihnen schickt. Klassiker sind natürlich Mixtapes von Verflossenen, aber auch geschmacklose Geschenke von den lieben Verwandten, die man selbst ungern entsorgt. Nun kann man sie und sich quasi als Kunst ENT-SORGEN.
Hier die Anleitung: http://d-three.org/assets/D3_Pamphlet.pdf
Kunst durch zerlegen der etwas anderen Art macht Christoph Hänsli: