Schluss mit den “besten Island Witzen” wie: “Erst haben wir unsere Kohle in Island verbrannt, jetzt bekommen wir die Asche zurück.” Wir??? Der FAZ-Leser so im allgemein? Ich jeden Falls nicht.
Dabei hat Island einiges zu bieten. Welches andere Land hat z.B. so coole Frauen? Hier nur mal zwei: Johanna Sigurdardóttir Kopf der “Pfannen-Revolution” und Björk, die elfenhafteste zeitgenössische Seemannsliedertexterin:
Es gibt Dinge die gibt es einfach nicht. Zum Beispiel suche ich einen digitalen Mixtape-Ersteller. Genauer gesagt, ich will ein Thema eingeben z.B. „Garten“ oder „Tier + Garten“ und eine Set-List bekommen. Wie? Das ist unromantisch? Mag sein, aber ohne Musik ist eine Radtour durch die Stadt auch nicht so beschwingt.(Continued)
Ein paar Impressionen aus Halle. Genauer gesagt sind die Bilder beim Schlendern zu den verschiedenen Veranstaltungsorten des move Festivals aufgenommen.
Schluß mit Gameboy,Superman und Boyfriendlook! Der Trend geht zum Mädchen. Als Einführug in das Phänomen sei das Interview mit Bubbles und ihren Schwestern von den Powerpuffgirls empfohlen. Also Schleifen ins Haar und auf dem Bett Kongfumoves üben bis zum Umfallen oder die süßen Mal-und Sprachspiele zocken.
Findet die Auseinandersetzung mit Popkultur nur noch digital statt? Die Film- und Musikkritik wird mehr und mehr von PR-Waschzettel-Copy-and-Paste erschlagen oder gleich gekauft. Denn welche Redaktion würde allen Ernstes die Jimie Blue Platte empfehlen? Das scheint schlimm, aber es geht noch trauriger. Comics etwa werden entweder gleich übergangen, oder erfolgreiche Graphic Novels ins Literaturressort eingemeindet und dort standartmäßig eingeführt als: “Graphic novels standen lange im Schatten des Lustigen Taschenbuchs.”(spiegel online zu “Der Tod in Paris” von Fred Vargas). Die einzige mir bekannte Ausnahme ist Stefan Pannor, der mit viel Ausdauer und Herzblut den Comicjournalismus in die Welt der deutschen Feuilletons trägt.
Mein kurzzeitiger Lehrmeister und Popanalytiker Chuck Klosterman wunderte sich bereits 2006 darüber, dass es noch keinen bekannten Spielekritikerpapst gibt. Doch auch ältere Kunstformen haben Reputationsprobleme. Die einzigen Modeberichte beschäftigen sich mit den Stars in der Kleidung. Etwa über die aktuelle Chanel Kollektion ist nur zu erfahren, dass Lilly Allen drin steckt. Bei unseren französischen Nachbarn gibt es da einiges abzuschauen. Statt Fotostrecken in Frauenzeitschriften findet man Kritiken, Analysen und Berichte über diese Alltagskunst. Die globale Sammel- und Archivierleidenschaft der hypermodernen Welt hat digital zumindest Ersatz in Blogs über Street Art, Fashion und Design geschaffen. Was macht etwa das Readymade- und DIY-Revival in Krisenzeiten? Wunderbare Ideen liefert dazu der Lampenwettbewerb des Roten Pakets.
Zu Beginn meines Psychologie-Studiums stieß ich auf eine Studie zum Thema “Fall in Love on a Bridge”. Forscher fanden heraus, dass Probanden sich auf wackeligen Hängebrücken eher verlieben als auf stabilen und massiven Brücken. Ist Verliebtheit also eine Fehlinterpretation des eigenen erhöhten Herzschlags? Als Sophia Loren ihrem Doktor in “Goodness Gracious Me” ihren auffälligen Herzschlag vorsang, haben da alle Männer fälschlicher Weise das Bouboumboumboum als ihren eigenen rasenden Puls gedeutet und sich gedacht: “Oho, mein Herz schlägt - für diese Frau!” Vielleicht. Es wird Zeit für eine weitere Feldstudie. Werte Versuchsperson hier ist ihr Reiz:
Und schon verliebt?